Von April bis Oktober 2016

»Deutschland schafft sich ab« von Thilo Sarrazin

Ein Buch spaltet Deutschland. Führte zu erhitzten Debatten in Deutschland, wie schon lange nicht mehr: „Deutschland schafft sich ab“ von Thilo Sarrazin. Erschienen ist es Ende August 2010. Bereits zwei Monate nach Erscheinen galt es als „das meistverkaufte Politik-Sachbuch eines deutschen Autors des Jahrzehnts“.

Rund 1,5 Milionen Exemplare sind bis heute verkauft. Viel­­ gelobt und heftig kritisiert wegen seiner Thesen zur Integrationsfähigkeit und Integrationswilligkeit muslimischer Einwanderer. „Rassistischer Populismus“ für die einen, „diskriminierend“ und „beleidigend“. Für die anderen ein notwendiges Buch mit richtigen Antworten auf die richtigen Fragen. In der Eifel stellt sich Sarrazin der Diskussion.

Thilo Sarrazin:

Geb. 12. Februar 1945 in Gera. Studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn von 1967 bis 1971. Promotion zum Dr. rer.pol. War u.a. von 1991 bis 1997 Finanzstaatssekretär in Rheinland-Pfalz, von 2002 bis 2009 Finanzsenator in Berlin, anschließend Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank. Ausgeschieden mit Wirkung zum 1. Oktober 2010. Ein Parteiausschluss-Verfahren wurde im April 2011 eingestellt. Sarrazin ist seit 37 Jahren Mitglied der SPD.

»Die Thesen von Thilo Sarrazin zu Bildung und Zuwanderung sollte man diskutieren, nicht den Autor verteufeln. Aber die politische Klasse, der seine Kritik gilt, verweigert sich der Debatte. Die Politik will ihn mundtot machen.« (Necla Kelek, FAZ 30.8. 2010)

»Nur in Deutschland macht man sich unmöglich, wenn man das Offensichtliche benennt.« (Klaus von Dohnanyi, SPD, Süddeutsche Zeitung, 6.9. 2010)