Von April bis Oktober 2016

Literatur lebendig werden lassen

In seiner Vorlesung anlässlich der Verleihung des Nobelpreises im Jahre 2010 hat der peruanisch-spanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa die Literatur als unerlässlich für das Fortbestehen der Zivilisation gepriesen. Unter anderem sagte er: „Die Literatur ist eine trügerische Darstellung des Lebens, trotzdem hilft sie uns, es besser zu verstehen, uns in dem Labyrinth zurechtzufinden, in das wir geboren werden, in dem wir leben und sterben.“

Dieser Satz feiert das gedruckte Wort – und könnte damit ebenso gut das Motto des Eifel-Literatur-Festivals sein, dessen zehnte Auflage wir 2012 erleben. Zehn Eifel-Literatur-Festivals: das sind Dutzende Lesungen mit prominenten Autorinnen und Autoren, mit den Granden der Szene ebenso wie mit Newcomern. Zehn Eifel-Literatur-Festivals bedeuten denen, die dabei waren, unvergessliche Eindrücke und bleibende Erinnerungen – nicht nur in Form von signierten Büchern.

Vielleicht ist genau dies das Erfolgsgeheimnis des Eifel-Literatur-Festivals: dass es die Literatur auf unprätentiöse Weise feiert und lebendig werden lässt. Das Eifel-Literatur-Festival ist ein Festival für jeden, die oder der Freude an Büchern hat und die oder der wichtigen Autorinnen und Autoren unserer Zeit einmal hautnah erleben möchte. Ein Festival ohne Dünkel und Allüren, das damit auf wunderbare Weise Lesen popularisiert, Lust aufs Lesen macht.

15.000 Besucherinnen und Besucher waren es beim neunten Eifel-Literatur-Festival 2010. Ich bin mir sicher, dass die allermeisten von ihnen sich rasch um Eintrittskarten für das Jubiläumsfestival 2012 bemühen werden. Wie immer erwartet sie ein intelligent zusammengestellter Mix aus Belletristik und Sachbuch, von Autorinnen und Autoren, die man kennt und solchen, die kennen zu lernen höchste Zeit wird.


Einem ist es zu verdanken, dass Nobelpreisträgerin Herta Müller, Büchnerpreisträger Reinhard Jirgl und der frischgebackene Gewinner des Deutschen Buchpreises, Eugen Ruge, um nur einige zu nennen, nicht lange nachdenken mussten, ob sie seiner Einladung folgen, 2012 in Prüm, Bitburg oder Wittlich zu lesen: Dr. Josef Zierden. Ohne sein außergewöhnliches Engagement hätte sich das Eifel-Literatur-Festival nicht zu einem der bedeutendsten Literaturfestivals in Deutschland entwickelt.

Dafür danke ich ihm sehr herzlich – ganz persönlich, aber auch im Namen des Landes Rheinland-Pfalz, das das Festival tatkräftig fördert.

Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern anregende und unterhaltsame Stunden bei den Veranstaltungen des Eifel-Literaturfestivals 2012.