Eifel-Literatur-Festival verwendet Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung der Website zu gewährleisten.
Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Weitere Hinweise zur Nutzung von Cookies un deren Deaktivierung finden Sie auch in unserer Datenschutzerklärung. Habe verstanden
  Info-Telefon: 06551 / 2489
 
  Info-Telefon: 06551 / 2489     Facebook

Einführungsrede zu Pater Anselm Grün am 7. September 2018 in Bitburg

Von Dr. Josef Zierden

Dr. Josef ZierdenMeine sehr geehrten Damen und Herren,

ob Karwendelgebirge, Dolomiten oder Silvrettagebirge, ob Bayern oder Tirol: Berge haben Pater Anselm seit seiner Jugend fasziniert. 2000er, 3000er und mehr.

Wandern in den Bergen ist seine Leidenschaft.

Schon mit zehn Jahren, als junger Messdiener in einem Zeltlager im Karwendelgebirge,

ging es mit ihm bergauf - als jungem Gipfelstürmer. Rein wandertouristisch gesehen. Noch als Mönch im Kloster wanderte er mit seinen Geschwistern durch die Berge. Ein wenig vielleicht wie der Prophet, der zum Berge kommt, wenn der Berg schon nicht zum Propheten kommt.

Es ist kein Wunder bei einem spirituellen Autor und Mönch, dass ihm das Wandern in den Bergen mit den Gipfeln und Tälern wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen vermittelt haben, die er auf andere Lebensbereiche übertragen konnte. Dass ihm das Wandern in den Bergen letztlich zu einem Bild, zu einem Gleichnis geworden ist für das Leben, für den Lebensweg, für seinen Weg als Mensch - und als Christ.

Mit seinen Gipfelerlebnissen und Talsohlen, mit seinen immer neuen Aufbrüchen und Abstiegen - und mit dem verstärkten Bewusstsein für eigene Grenzen gerade im Alter.

Es ist verblüffend, welchen Erkenntnisreichtum Pater Anselm aus der Metaphorik des Wanderns, des Unterwegsseins in den Bergen zu ziehen versteht.

Und wie systematisch und klar er diese Einsichten und Erkenntnisse in seinem Buch „Von Gipfeln und Tälern des Lebens“ darzulegen weiß.

Wenn bei Anselm Grün der Berg literarisch kreißt, dann gebiert er keine Maus, sondern ein stattliches Buch von rund 200 Seiten. Einen ziemlichen Berg von Arbeit hat er so an seinem klösterlichen Schreibtisch abgetragen.

Wobei das Buch gipfelt in der Meditation biblischer Texte rund um die Bilder von „Weg“ und „Berg“. Und auch den Berg Carmel der mystischen Tradition des Christentums wird thematisiert - um zu zeigen, worauf Wege und Berge religiös-spirituell verweisen können. Und dass der Weg zum Gipfel immer auch eine spirituelle Herausforderung ist.

Auch in diesem Buchkapitel „Biblische Bilder“ gibt es viele wertvolle Wegweiser für das spirituelle Leben eines Christenmenschen. Solange man in Bewegung sei, bewege man sich auf Jesus zu. Und das Aufschauen zu den Bergen wird dann immer auch zu einem Aufschauen zu Gott. Und im Blick vom Berggipfel auf die wunderbare Schöpfung ringsum steigt eine Ahnung auf vom Schöpfergott jenseits aller Bilder.

Herzlich willkommen zum achten Mal beim Eifel-Literatur-Festival 2018,

herzlich willkommen in der Stadthalle Bitburg: Pater Anselm Grün mit einer Bergpredigt der ganz besonderen Art. ***