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Peter Stamms neuer Roman: "Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt" (Febr. 2018)

22.05.2018

Peter StammGedanken, wie sie viele Menschen besonders ab ihrer Lebensmitte hegen, hat der Schweizer Autor Peter Stamm zum Gegenstand seines neuen Romans „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“ gemacht. Er ist am 22. Februar 2018 und wird bei Stamms Lesung am 1. Juni in Prüm im Mittelpunkt stehen.

Der knapp 160 Seiten umfassende Roman kreist um die Kernfrage, ob es möglich ist, dem eigenen Schicksal zu entkommen. Eine Frage, die sich jedem Menschen unweigerlich aufdrängt, wenn er Bilanz zieht und dabei überlegt, ob sich ihm durch andere Entscheidungen ein anderer Lebensweg und eine andere Identität eröffnet hätten. Peter Stamm, selbst „Mid-Ager“ von 55 Jahren, hat diese existenzielle Frage in eine Parabel gekleidet, die in ihrer Anlage etwas mystisch erscheint. In Stockholm lädt ein Schriftsteller eine Frau per Zettelnotiz an ihre Hoteladresse zu einer Verabredung ein, weil er ihr eine Geschichte erzählen möchte. Sie ist Schauspielerin, viel jünger als er und kennt ihn nicht. Dennoch erscheint sie zum angegebenen Zeitpunkt am angegebenen Ort, und die beiden beginnen eine gemeinsame Wanderung. Die führt sie nicht nur durch die Stadt, sondern auch durch ein Leben, das bereits stattgefunden hat, sich unter leicht veränderten Vorzeichen aber gerade wiederholt. Denn die Schauspielerin Lena gleicht Magdalena, der ehemaligen Freundin des Schriftstellers, die er des Schreibens wegen verlassen hat. Und Lena hat einen Freund, Christoph, der dem Schriftsteller in jungen Jahren gleicht. Die Wege des jungen Paares scheinen vorgezeichnet… Peter Stamm spielt in dieser rätselhaften Doppelgänger-Geschichte mit verschiedenen Ebenen. Er verwebt Vergangenheit mit Gegenwart, Realität mit Fiktion, manchmal tauchen sogar biografische oder Motive aus seinem berühmtesten Roman „Agnes“ auf. Dabei bleibt er seinem nüchternen und schmucklosen Erzählton treu, der unverstellt den Blick aufs Wesentliche freigibt.

Di sanfte Gleichgültigkeit der WeltExistenzielle Themen - hier die Annehmbarkeit des eigenen Schicksals - ziehen sich wie ein roter Faden durch Peter Stamms Werk. Er kreist dabei im Wesentlichen um Komplexe, die menschliche Beziehungen bestimmen: Liebe, Distanz und Nähe, Schein und Sein. Bis Stamm, der 1963 im Kanton Thurgau in der Schweiz geboren wurde und als phantasiebegabtes Kind aufwuchs, zum preisgekrönten Schriftsteller wurde, war es ein steiniger Weg. Er machte zunächst eine kaufmännische Lehre, arbeitete als Buchhalter, holte sein Abitur nach, und begann mehrere Studiengänge, darunter Anglistik, Informatik und Psychologie mit Schwerpunkt Psychopathologie. Letzteres brach er ab, um sich keine Alternative mehr zum Schreiben offenzuhalten. Für seine ersten drei Romane erhielt er allerdings nur Absagen von Verlagen, und der vierte, „Agnes“, wurde erst sechs Jahre nach seiner Vollendung veröffentlicht. „Agnes“ ist heute Schullektüre und Peter Stamm ein vielfach ausgezeichneter und erfolgreicher Verfasser von Prosa, Theaterstücken und Hörspielen. Einem Teil seines großen Lesepublikums in Deutschland wird er sich im Rahmen des Eifel-Literatur-Festivals vorstellen.   Von Anke Emmerling 

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