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Sasa Stanisic: Abenteuerreisen von der Uckermark bis nach Rio

26.05.2018

Sasa StanisicMit Sasa Stanisic war ein großer Erzähler der neuen Weltliteratur zu Gast in der Synagoge Wittlich.

Gerade 40 Jahre alt. Mit 14 Jahren aus dem Bosnienkrieg nach Deutschland geflohen, ohne ein Wort Deutsch zu können. Und 14 Jahre später schrieb er bereits auf Deutsch einen sprachmächtigen wie phantasievollen Weltbestseller: „Wie der Soldat das Grammofon“ repariert, übersetzt in 31 Sprachen.

Beim literarischen Kammerspiel ging es im Wechselspiel von Gespräch und Lesung vor allem um den Erzählband „Fallensteller“ des Jahres 2016. Zwölf Reise- und Abenteuererzählungen eines magischen Erzählers. Sie führen von der Uckermark bis Schweden, von Bosnien bis in den brasilianischen Dschungel. „Georg Horvath ist verstimmt“, „Die Fabrik“ und „Fallensteller“ hießen die drei Erzählungen, die Stanisic lebendig-humorvoll vortrug. Da wurde selbst eine Fabrikruine der EU zu purer Poesie, die Hirten in der winterlichen Romanija erzählen - bis der Schnee schmilzt und es Satzzeichen regnet „ins unwahrscheinliche Grün“.

Im Gespräch mit Festivalleiter Josef Zierden gab Sasa Stanisic tiefe Einblicke in seine schriftstellerische Werkstatt und seine schriftstellerische Entwicklung. Es präsentierte sich ein junger sympathischer Autor, der den direkten Kontakt mit seinen Lesern, noch den jüngsten, sucht und genießt. In Hamburg, wo er lebt und arbeitet, wurden jüngst schon Abiturarbeiten über sein Werk geschrieben. 200 Besucher aus NRW, der Region Trier, aus dem Saarland, Hessen und Luxemburg erlebten ein sprudelnd-lebendiges Literaturgespräch und humorvoll-phantasievolles Erzählen eines jungen Autors von Weltrang. 

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