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Ein Eifel-Projekt, das in die Weite geht

06.11.2017

Pressekonferenz in Prüm leitet das 13. Eifel-Literatur-Festival 2018 ein

Mit dem ersten Meilenstein, einer außergewöhnlich gut besuchten Pressekonferenz in Prüm, ist der Startschuss für das 13. Eifel-Literatur-Festival gefallen. Über 40 Medien-Vertretern sowie Förderern aus Wirtschaft und Politik stellte Festivalleiter Dr. Josef Zierden ein hochkarätiges Programm für 2018 vor. Einige Gäste, allen voran Schirmherr Prof. Konrad Wolf, der rheinland-pfälzische Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, würdigten das Festival als herausragendes Kulturereignis.

Mathilde WeinandyPrüm. Prüms Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy hätte die Szenerie im Prümer Haus des Gastes am Montag nicht treffender auf den Punkt bringen können: „Wenn Herr Dr. Zierden ruft, kommen alle hierher“. Der von ihr zur Verfügung gestellte Sitzungssaal platzt aus allen Nähten, die Stühle sind schon in Doppelreihen angeordnet, und es strömen immer noch Menschen zur Tür hinein. Kein Wunder, es ist, wie Dr. Zierden formuliert, „der Termin der Termine“, die Pressekonferenz zum 13. Eifel-Literatur-Festival 2018.

Heute soll hier, in seiner „Guten Stube“ (Weinandy), wo das Festival 1994 als Kultursommerbeitrag geboren wurde, das Geheimnis des neuen Programms gelüftet und ordentlich dafür getrommelt werden, denn, so Zierden: „Was ist ein gutes Produkt, wenn die Welt nichts davon erfährt?“. Es hat sich in der Welt jedoch längst herumgesprochen, dass das Eifel-Literatur-Festival (ELF) nicht nur ein gutes, sondern sogar ein herausragendes Produkt ist. Das jedenfalls bekräftigen einige Reden an diesem Morgen.

Dr,. Konrad WoldDer rheinland-pfälzische Kulturminister Prof. Konrad Wolf lobt in seiner Rolle als Schirmherr das landesweit erfolgreichste Literatur-Festival als für den ländlichen Raum überaus bedeutendes Kulturformat: „Es ist ein hervorragendes Beispiel, eins der besten, das wir in Rheinland-Pfalz haben“, sagt er. Es beweise, dass auch in den Mittelzentren ein attraktives Kulturangebot möglich sei und widerlege das in der Zeitschrift „Der Spiegel“ kolportierte Klischee, nur Städte könnten florieren. Das ELF trage maßgeblich dazu bei, die Eifel zu einer Natur und Kultur verbindenden Marke zu machen, stütze den Tourismus und die regionale Wirtschaft. Das funktioniere, weil das Festival stets die besten der besten Autoren verpflichte, eine Wertung, die weitere Redner mit Begriffen wie „Bundesliga“ untermauern. Wolf fügt noch an, das sei nur der beharrlichen Aufbauleistung, dem Mut und der Fantasie Dr. Zierdens zu verdanken. „Wenn man so eine Person hier hat, die schafft, Impulse aus einer kleinen Stadt in die Weite zu tragen, kann man nur dankbar sein“, bekräftigt Mathilde Weinandy.

Pressekonferenz ELF Prüm

Der Dank Josef Zierdens hingegen gilt an diesem Morgen dem Netzwerk aus politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Förderern, ohne die das Festival nicht auskommt. Mit Michael Billen, dem 1. Beigeordneten des Eifel-Kreises Bitburg Prüm unterzeichnet er den Vertrag über die kommunale Trägerschaft. Billen sagt an Zierden gewandt dazu: „Man muss in wohlverstandener Weise etwas bekloppt sein, um so etwas auf die Beine zu stellen und solche Größen hierher zu holen. Aber wir reden hier von erster Wahl. Der Kreis würde auch zahlen, wenn der Vertrag nur auf einem Bierdeckel unterschrieben würde“.

Michael Billen und Dr. Josef ZierdenDas Festival muss sein Budget von rund 300.00 Euro etwa zur Hälfte mit Eintrittsgeldern decken, für den Rest werden Zuwendungen von Land, Kreis und Sponsoren benötigt. Große Namen wie Innogy, Gerolsteiner, Lotto oder die S-Finanzgruppe übernehmen diese Partnerschaften schon seit vielen Jahren - wie ihre Vertreterinnen und Vertreter an diesem Morgen betonen, aus Überzeugung. Josef Zierden stellt die Budgetsumme in eine interessante Relation: „Was sind 300.000 Euro - ein finaler Handschlag für einen missliebigen Theater-Intendanten oder 24 Sternstunden für Leserinnen und Leser in der Eifel“.

24 Lesungen umfasst die neue Ausgabe des Festivals zwischen April und Oktober. 23 Autorinnen und Autoren, die für ein Gesamtwerk von 430 Büchern stehen, sind am Start, darunter eine Nobelpreisträgerin und führende Köpfe aus europäischen Nachbarländern. Gleich zu Beginn tritt Deutschlands Thriller-Star Sebastian Fitzek auf. Das Finale bestreitet die nicht minder erfolgreiche Charlotte Link.

Stefanie StahlUnd dazwischen hat Zierden eine Überraschung parat: So spontan, dass ein Eintrag ins Programmheft nicht mehr möglich war, hat er die Trierer Psychologin Stefanie Stahl verpflichtet, die persönlich anwesend ist und erzählt, sie sei nicht hofiert worden, sondern habe sich ins Festival „eingejammert“, mit der Frage, wie erfolgreich man eigentlich sein müsse, um dort auftreten zu können.

Am Ende der kurzweiligen Konferenz steht ein Statement von Dr. Zierden: „Die Eifeler sollen ihren Happen Kultur nicht in Trier, Köln oder sonstwo abholen müssen. Es soll in der Vielfalt des Programms jeder hier seinen Autor finden“. Ae